Sicherheitstechnik im Wandel

Bedarf an Sicherheitstechnik steigt

Notaus-Taster
Bild: Phoenix Contact

Striktere Sicherheitsnormen in Europa und weltweit führen zu starkem Wachstum des Marktes für Maschinensicherheit. Systeme für Maschinensicherheit gewährleisten eine sicherere Arbeitsumgebung und steigern dadurch die Produktivität und Rentabilität von Produktionsprozessen und Anlagen. Dies wiederum erhöht die Marktperspektiven für diese Branche. So lauten die Ergebnisse unabhängiger Studien, die sich auch in Gesprächen mit Anwendern, Kunden und Interessenten bestätigen.

Folgende Endverbraucherbranchen wurden untersucht: Automobil, Lebensmittel und Getränke, Verpackung und Materialtransport, Werkzeugmaschinenbau, Pressen, Elektronik und Halbleiter, Pharmazie und andere (Luftfahrt und Verteidigung, Metalle und Bergbau, Druckerzeugnisse).
Es besteht eine enorme latente Nachfrage auf dem Nachrüstmarkt mit guten Chancen für die sicherheitstechnische Nachrüstung von Anlagen mit obsoleten Systemen.

Lösungen für Maschinensicherheit verbessern die Effektivität von Maschinen und Anlagen. Sie optimieren die Betriebszeit, indem sie die Anzahl außerplanmäßigen Abfahrens verringern. Dies ist vor allem für Unternehmen entscheidend, die in intensivem Wettbewerb stehen und durch effizienten Betrieb kontinuierlich nach verbesserten Gewinnspannen streben müssen.

Durch eine längere Betriebszeit steigt auch die Rentabilität des Prozesses und der von der Maschine geleistete Durchsatz lässt sich erheblich steigern.

Die genannten Faktoren werden in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Produkten und Lösungen mit funktionaler Sicherheit dauerhaft steigern.

Quelle: Frost & Sullivan 2011

Sicherheitstechnik wird komplexer

Die Welt der Sicherheitstechnik verändert sich. Anstelle lokaler Installationen kommen immer häufiger integrierte Sicherheits- lösungen auf Maschinen- und Anlagenebene zum Einsatz. Dabei werden Sicherheits- und Technologiesteuerungen mit Sicherheitsgeräten, aber auch ganze Maschinen und Anlagen über sichere Kommunikationsprotokolle miteinander vernetzt. Hierzu hat sich eine Reihe unterschiedlicher Sicherheits- protokolle etabliert. Welches Protokoll zum Einsatz kommt, bestimmt häufig der Endkunde.

Produkt- und Lösungsanbieter werden daher von einem vielfach noch komponentenbasierten Ansatz zu systemischen und integrierten Gesamtlösungen übergehen.

Die integrierte Gesamtlösung hat deutliche Vorteile gegenüber einzelnen Sicherheitskomponenten, zum Beispiel  Diagnosefähigkeit und Fehlererhebung. Eine oder mehrere Anlagen lassen sich von einem Punkt aus überwachen.

Integrierte Lösungen ermöglichen auch die flexible Anpassung der Sicherheitsfunktionen an veränderte Schutzanforderungen. Bei entsprechender Skalierung und Verteilung der Sicherheits- funktionen werden im Bedarfsfall nur betroffene Anlagenteile sicherheitstechnisch abgeschaltet, während der Rest der Anlage weiter produzieren kann. Die Wartung einer integrierten Lösung ist einfacher als bei festverdrahteten Systemen. Funktionale Sicherheit wird dadurch zu einer geräteüber- greifenden und in der Maschine oder Anlage verteilten Aufgabe.

Vernetzte Sicherheitstechnik
Vernetzte Sicherheitstechnik (Grafik: Safety Alliance)

Neben hochperformanten zentralen Sicherheitssteuerungen spielen zukünftig verteilte und vernetzte Sicherheitssteuerungen und Schaltgeräte eine wichtige Rolle. Dies führt dazu, dass Sicherheits- technik auf der Basis sehr kleiner und kostengünstiger Hardware und CPU-Architekturen wie zum Beispiel Cortex-M3 realisiert werden wird.

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